Rauminformation
im SNP
Der Schweizerische Nationalpark (SNP) wurde 1914 als erster
Nationalpark der Alpen gegründet und gilt gemäss seinem
Status als
IUCN Gebiet der Kategorie 1 immer noch als eines der am besten
geschützten Naturreservate der Alpen. Bekannt ist der Schweizerische
Nationalpark vor allem für seine zahlreich vorkommenden
Huftiere. Gämsen, Rothirsche und Steinböcke können
im Sommer
in grosser Zahl an vielen Orten beobachtet werden. Letztere wurden
in den 1920iger Jahren im Gebiet des SNP ausgewildert. Dieses
Pionierprojekt trug wesentlich dazu bei, dass die Steinböcke
in den
Schweizer Alpen vielerorts wieder zum einem gewohnten Anblick
geworden sind. In neuerer Zeit wurden im Rahmen eines internationalen
Ansiedlungsprojektes Bartgeier ausgesetzt. Andere kamen von
selbst zurück in den SNP: 2005 wurde der erste fotografische
Nachweis
eines Braunbären im Gebiet im SNP gemacht und auch 2007
wurden zwei Bären im SNP nachgewiesen. Auch die Rothirsche
kamen ganz von selbst zurück und das Val Trupchun im SNP gilt
als
einer der besten Plätze in Europa, diese Tiere im Sommer in
freier
Natur zu beobachten.
Nebst dem umfassenden Schutz gehören die wissenschaftliche
Forschung
sowie die Öffentlichkeitsarbeit zu den Hauptaufgaben. Jedes
Jahr werden über 40 Studien in verschiedensten Fachrichtungen
im
SNP durchgeführt. Nebst diesen eher kurz angelegten Feldarbeiten
bilden über 60 Langzeitprojekte das wissenschaftliche Gerüst,
welches der SNP den Forschenden zur Verfügung stellt.
Alle Erkenntnisse der Forschung werden auch einer breiten Öffentlichkeit
kommuniziert. Dafür werden verschiedene Medien
genutzt, von der wissenschaftlichen Publikation über mobile
digitale
Informationen bis hin zu einem modernen, 2008 neu eröffneten
Besucherzentrum in Zernez.
Raumbezogene Information gehört im Schweizerischen Nationalpark
seit 1992 dazu, als die Forschungskommission des SNP begann,
ein GIS aufzubauen. Heute ist Geoinformation in alle Aspekte
des Managements, der Forschung und der Öffentlichkeitsarbeit
integriert und breit akzeptiert. Wir freuen uns darauf, GIS-Experten
aus verschiedenen Schutzgebieten Europas begrüssen zu dürfen!
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